Perlmanns Schweigen

Der weltweit hoch angesehene Sprachwissenschaftler Professor Philipp Perlmann ist beauftragt worden, eine Arbeitskonferenz mit weiteren internationalen Sprachwissenschaftlern in einem ligurischen Küstenort abzuhalten. Es soll eine wissenschaftliche Arbeit erstellt und diskutiert werden. Doch mit dem Eintreffen jeder weiteren Kollegin und jedes weiteren Kollegen fühlt sich Perlmann immer mehr überfordert. Er versteht nicht mehr, warum er überhaupt mit diesem Treffen beauftragt worden ist. Er ist der Meinung, er könne den Kollegen nicht das Wasser reichen, er hätte ihnen und der Welt nichts mehr zu sagen. Grund genug, sich von ihnen abzukapseln und zurückzuziehen. So lässt er sich unter Angabe fadenscheiniger Gründe ein anderes Hotelzimmer weitab von den Kollegen in der obersten Etage geben, nimmt nur ganz selten an den gemeinsamen Mahlzeiten und den Beratungen und Diskussionen teil. Seinen amerikanischen Kollegen sieht er zunehmend als Konkurrenten. Die Arbeit an seinem eigenen wissenschaftlichen Beitrag schiebt er immer weiter hinaus, setzt sich stattdessen in seinem Hotelzimmer an einen wissenschaftlichen Beitrag seines russischen Kollegen, der leider nicht an diesem Arbeitstreffen teilnehmen kann, weil dieser trotz der Öffnung Russlands gen Westen keine Ausreisegenehmigung erhalten hatte. Obwohl Perlmann nicht der russischen Sprache mächtig ist, bemüht er sich um Wörterbücher und beginnt die Übersetzung des Textes, teilweise auch über Umwege in Form der italienischen und englischen Sprache. Seine Versagensangst hat ihn mittlerweile wieder zur Zigarette greifen lassen und im Wettbewerb mit seinem amerikanischen Kollegen nimmt er Kontakt zu einer alten Freundin auf, um seine musikalischen Kenntnisse aufzufrischen und bestätigen zu lassen. Woche um Woche vergeht, seinen wissenschaftlichen Text schiebt er nachwievor, die Übersetzung des russischen Textes bringt er zur Perfektion. Als sich schließlich sein russischer Kollege per Telegramm doch noch zur Konferenz meldet, schmiedet er einen teuflischen Plan. Noch bis vor kurzem hätte Perlmann es nicht für möglich gehalten, solch eine Handlung zu begehen.

Perlmanns Schweigen, geschrieben von Pascal Mercier

Das Buch aus der Kategorie »Roman« habe ich am Dienstag, den 19. September 2006 ausgelesen.

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